Kunsttermine - Kunstraum Tip - 02.02.2008
Galerie Sandhofer Innsbruck: Robert Motelski - Im Rhythmus der Natur
Der junge, 1977 geborene Künstler Robert Motelski, der bereits in zahlreichen Ausstellungen in Europa vetreten war, sucht Anordnungen, Strukturen und Formen in scheinbar wenig effektvollen Fragmenten der Realität. Schilfrohr, Blätter, Gräser, Bäume - das sind die Themen der Ausstellung. Der Küntler schöpf aus dem Rhytmus der Natur und bildet sie auf seine Art ab, gleichzeitig benützt er sie als Vorwand um eine breitere Reflexion über die Art des Anschauens anzuregen. Zweideutige Formen der Pflanzen schaffen von allein Abstraktes. Die Welt der Natur erschafft eigene Kompositionen und Motelski stellt sich in Position als Selektor der ästhetischen Eindrücke
Tirolerin - 01.02.2008
Im Rhythmus der Natur
ROBERT MOTELSKI
Kasia Sandhofer stammt aus Polen, lebt aber schon seit vielen Jahren in Tirol. In ihrer feinen Galerie im Saggen zeigt sie Künstler der Sonderklasse - die meisten kommen aus ihrer Heimat.
Auch Robert Motelski wurde 1977 in Warschau geboren und studierte dort Malere an der Europäischen Akademie der Schönen Künste.
Der junge Künstler lebt in einem Haus inmitten der grpßen, polnischen Urwälder, in denen 1000-jährige Bäume wachsen und durch die noch Wölfe und Bären streifen. Dementsprechend naturnah sind die Motive Motelskis: Schilfrohre, Blätter, Gräser, Bäume, Pflanzenformen und Wasserreflexionen lösen sich in abstrakte Muster auf.
Die Welt der Natur erschafft eigene Kompositionen und Motelski wählt mit Bedacht den Bildauschnitt, skizziert, fotografiert und verinnerlicht ihn und schafft ihn neu. Seine Naturbetrachtungen sind meditativ. Motelskis Bilder verdichten Stimmungen und schaffen eine melancholische Atmosfphäre der Einsamkeit - stille Natur ohne Menschen - polnische Wildnis in einem technisierten Europa. Naturbilder für die Seele.
Tiroler Woche - 21.12.2007
Natur pur
Da hat sich ein junger Maler ganz der Natur verschreiben und das in der heutigen Zeit, in der andere versuchen die Natur als Transportmittel zu verwenden für Hintergründiges, Psychologisches, Assoziatives oder Kritisches. Obendrein gibt er das auch noch zu und besteht darauf: Seine Bilder seien reine Natur. Für seine Ausstellung in der Galerie Sandhofer har sich der junge Pole Robert Motelski dafür auf wenige Aspekte der Natur beschränkt: Schilfrohre, Blätter, Gräser und Bäume, die er im Wandel der Jahreszeiten, aber auch im Ablauf eines Tages protokollarisch festhält. Seine Titel lauten dementsprechend: „Schilfrohr 23. September 15:22 2006“. Der Vergleich mit der Datumsanzeige moderner Digitalkameras drängt sich auf und ist durchaus gewollt. Es ist ein Ausschnitt von Natur zu einer bestimmten Tageszeit, gesehen unter einem bestimmten Licht. Es gibt keinen Hinweis auf eine Geschichte, die hinter den Bildern stecken könnte. Es ist auch keine Intervention einer äußeren Welt sichtbar, denn der Mensch hat in den Bildern Motelskis keinen Platz. Fast hat man den Eindruck, da flüchtet einer vor der großen Welt und sucht Geborgenheit. Im Kleinen und Unspektakulären und setzt Adalbert Stifters „Sanftes Gesetz“ mit malerischen Mitteln um. (eo)
6020 - 18.12.2007
Rhythmus der Natur
Robert Motelski stellt in der Galerie Sandhofer aus
„Im Rhythmus der Natur“ nennt der junge Maler Robert Motelski seine derzeitige Ausstellung in der Galerie Anton und Kasia Sandhofer in Innsbruck. Selektive Nahaufnahmen von Blattwerk, Gräser- und Schilflandschaften werden von ihm in ein ästhetisches Struktur- und Formengeflecht verwandelt, seine subtil-gekonnte Maltechnik verleiht den Ölbildern eine Atmosphäre des Unwirklichen. Die sanfte Unendlichkeit des Meeres wird mit einer Perspektive, die jener eines Weitwinkelobjektivs gleicht, in Szene gesetzt, Ein Boot, ein beschneiter Steg, ein paar Wellenbrecher – der Mensch wird hier bedeutungslos, gleichzeitig aber auch von der meditativen, undurchdringlichen Stille wie magisch angezogen. Mit Robert Motelski (Jahrgang 1977, Diplom mit Auszeichnung 2002 an der Europäischen Akademie der Künste in Warschau) zeigt die Galerie Sandhofer einerseits ein gutes Gespür für Qualität, andererseits eröffnet sie der neuen polnischen Künstlergeneration in Österreich eine Plattform. Motelski nahm nach mehreren Einzelausstellungen in seiner Heimat schon an 30 internationalen Gemeinschaftsausstellungen, zum Beispiel in London und New York, teil. Seine Werke befinden sich in Sammlungen in England, Belgien, Holland, der Schweiz und Polen. Geöffnet ist die Galerie Sandhofer Montag bis Mittwoch von 14 bis 18 Uhr, donnerstags von 17 bis 21 Uhr und freitags von12 bis 17 Uhr. Die Ausstellung wird bis 3. März gezeigt. (ds)
6020 Stadtmagazin - 20.10.2007
LANDSCHAFT, BERGE, PHANTASIE
Anna Ladecka und die Sonnenseiten des Winters
In Warschau geboren, studierte Anna Ladecka zunächst an der Akademie der Schönen Künste bei Prof. Jaroslaw Modzelewski. Zur Zeit lebt und arbeitet sie in Paris, wo sie bereits zahlreiche Preise für ihre Lithografien entgegennehmen durfte. Ihre grafischen Werde wurden 2004 für die Sammlung der Pariser National Bibliothek ausgewählt. Ladeckas eigenständiger Stil ist bei polnischen wie ausländischen Magazinen - zum Beispiel der französischen "Vogue" - sehr gefragt. Sie illustrierte mehrere Kinderbücher und realisierte Design-Entwürfe für Kinderkleidung der Firma Endo. Die Künstlerin bedient sich gern der Technik der Lithografie, doch in der aktuellen Ausstellung in der Innsbrucker Galerie Sandhofer ist auch Malerei zu sehen. Der humorvolle-flexible Umgang mit dem was ist, lässt wunderbare neue Sichtweisen entstehen, die sich in den Köpfen der Betrachter einnisten. Durch gezieltes Setzen von originellen Piktogrammen werden machtvolle Bergwelten begeh- und befahrbar. Selbst die nachtblaue Leinwand "Skilift: 16:30" animiert zu einer Bergfahrt. Das Dunkel und die Kälte des Winters ist nicht Ladeckas Sache, die Freude und die Chance, den Schnee zu nützen, blitzt aber immer wieder durch. (ds)





