ECONOVA - Land und Kunst in Mode - 15.09.2010
Land und Kunst in Mode
Polen gilt besonders seit der Wende als aufstrebende Nation, deren zeitgenössische KünstlerInnen international wahrgenommen werden. Die Galerie Sandhofer im Innsbrucker Saggen widmet sich ausschließlich jungen, polnischen KünstlerInnen.
Bis 1989 herrschte in Polen eine kommunistische Diktatur, in der von einer Autonomie der Künstler keine Rede sein konnte. Strömungen in Richtung moderner Kunst wurden schnell als „entartet“ abgetan. Obwohl die polnische Plakatmalerei bereits in den 70er und 80er Jahren ihre Hochblüte erlebte und gemeinsam mit dem tschechischen Kunstschaffen, auch über die Grenzen hinaus bekannt wurde, erlebte das Land und die bereit gefächerte Kultur besonders nach der Wende und seit Eintritt in die EU im Jahre 2004, einen spürbaren Aufwind. Seit dieser Zeit hat auch der „Westen“ die Möglichkeit, die polnische Kunst kennen zu lernen. Aus der wechselvollen Geschichte des Landes resultiert, dass die multikulturelle Adelsrepublik ein Schmelztiegel der verschiedensten Kulturen und Religionen wurde, die Einfluss auf das zeitgenössische Kunstschaffen haben. Besonders der polnische Symbolismus wird mittlerweile sehr beachtet und junge KünstlerInnen wie Paulina Olowska, Pawel Altheimer und Wilhelm Sasnal feiern internationale Erfolge. Land und Kunst sind somit in Mode gekommen!
Die Galeristin Kasia Sandhofer stammt aus Warschau, lebt seit fast 20 Jahren in Österreich. Als Literaturwissenschafterin hat Kasia Sandhofers seit jeher auch Kontakte zur polnischen Kunstwelt, die sie seit fünf
Jahren in ihrer Galerie im Innsbrucker Saggen spielen lässt: Junge und etablierte Kunst aus Polen, besonders aus der Welt der figurativen Formensprache, findet sich im Archiv der Galerie Sandhofer.
TIROLERIN - "Im Gegenlicht" Robert Motelski zeigt meditative Naturstudien - 01.09.2010
"Im Gegenlicht" Robert Motelski zeigt meditative Naturstudien
Robert Motelskis "Gegenlicht"-Bilder reduzieren Natur auf klare Linien und abstrakte Flächen. Wie chinesische Schriftzeichen tanzen Schilfspiegelungen auf der glatten Wasseroberfläche und Lichtpunkte zwischen flirrenden Baumkronen. Gleich einem Zen-Gärtner scheint sein Zugang zur Natur meditativ, erinnert dann aber auch wieder an das "Walden" des amerikanischen Naturphilosophen Henry David Thoreau. Natur erschafft eigene Kompositionen und Motelski wählt mit Bedacht den Bildauschnitt, skizziert, fotografiert, verinnerlicht und setzt Rhythmen. Motelskis Bilder sind keine Abbildungen von Natur. Er verdichtet Stimmungen und schafft eine Atmosphäre der Einsamkeit - Natur ohne Menschen - eine polnische Wildnis in einem technisierten Europa. Der stille, introvertierte Künstler Robert Motelski wurde 1977 in Warschau geboren und studierte dort Malerei an der Europäischen Akademie der Schönen Künste.
KRONE - Innsbrucker Galerie Sandhofer präsentiert Robert Motelski - Von Moni Brüggeller - 10.08.2010
Zauber des Realen
Die Bilder von Robert Motelski haben keine Titel. Aber sie haben exakte Angaben zum Motiv, zum Datzm und zur Uhrzeit der Beobachtung.Mit naturwissenschaftlicher Akribie nähert er sich seinem künstlerischen Schaffen.Trotzdem sind seine Arbeiten von geheimnisvollem Zauber.Zu sehen in der Galerie Sandhofer.
Robert Motelski ist einer der jungen aufstrebenden Künstler Polens. der bereits in etablierten Galerien und Museen weltweit ausgestellt hat.Noch bis 20 September sind seine Arbeiten in der Innsbrucker Galerie Sandhofer (Claudiastrasse 10) zu bewundern.
Robert Motelski (33) setzt sich in seinen Arbeiten mit der Natur auseinander.Gräser,Blätter,Wasserpflanzen sind die Motive.Trotzdem ist Motelski keiner,der die Natur abbildet.Die Natur ist Anstoß für eine Auseinandersetzung auf einer anderen Ebene. Eine Ebene,die unsere Sichtweisen neu ordnet. Und die Gewohnheit neu definiert. Aber immer ist es das Licht,das Motelskis Werken die Magie gibt,die es im Realen zu entdecken gilt
6020 Stadtmagazin - IM GEGENLICHT - 01.07.2010
Im Gegenlicht
Uferlandschaften,Schilfrohr,Gräser,Blätter,Bäume-das sind die Motive der Ausstellung, die bis 20 September in der Galerie Sandhofer zu sehen ist
Der gegenwärtige Künstler Robert Motelski schöpft aus dem Rhythmus der Natur und bildet diesen auf seine eigene,unvergleichbare Weise ab. Mittels fotografischer Effekte wie etwa der Belichtung der zweiten Ebene bei Verdunkelung ersterer, dem Spiel mit der Schärfe und höchst eigenwilligen Bildauschnitten ensteht eine Atmosphäre der Stille und des Unrealen, auch des Geheimnisvollen.Der Betrachter wird fast unmerklich in diese faszinierenden, von Menschenhand unberührten Naturlandschaften hineingezogen.
Robert Motelski 1977 in Polen geboren, diplomierte 2002 mit Auszeichnung an der Fakultät für Malerei der Europäischen Akademie der Künste in Warschau. Seine Arbeit wurde bereits in 15 Einzel-und 30 Gemeinschaftsausstellungen (z.B.Warschau,London,New York) gezeigt. Motelskis Werke befinden sich in Sammlungen in England,Belgien,Holland, der Schweiz und Polen. Man darf die zukünftige Entwicklung des jungen Künstlers mit Spannung verfolgen - wer damit anfangen will, hat bis 20. September in der Galerie Sandhofer die Chance dazu. (ds)
KRONE - Innsbrucker Galerie Sandhofer zeigt bis 6 Juli polnische Künstlerin M. Slusarczyk - Von Moni Brüggeller - 01.06.2010
Alltäglichkeit eines Moments
Frauen stehen im Mittelpunkt der Arbeiten von Marzena Slusarczyk, die sie bis einschließlich 6 Juli in der Innsbrucker Galerie Sandhofer zeigt.Es sind aktuelle Arbeiten - und in der Gegenüberstellung mit einem Werk, das vor zehn Jahren enstanden ist, kann auch die inhaltliche als auch die formale Entwicklung der polnischen Künstlerin vom Betrachter nachvollzogen werden.
Die Innsbrucker Galerie Sandhofer (Claudiastrasse 10) hat sich auf die Präsentation moderner Kunst aus Polen spezialisiert. Seit ihrer Gründung bemüht sie sich, die Kunst eines Landes,die in Tirol eher weniger verbreitet und bekannt ist, einer größeren Öffentlichkeit näher zu bringen. Bereits zum dritten Mal wird die Künstlerin Marzena Slusarczyk präsentiert. Eine Malerin, die sich bei ihren aktuellen Arbeiten mit Frauen auseinandersetzt. Ihre Porträts sind von einer eindringlicher Klarheit. Porträts,mitten aus dem Leben gegriffen. Porträts, die einen Moment festhalten. Porträts die Frauen in ihren ganz alltäglichen Beschäftigungen zeigen.Da wird nichts beschönigt, da wird Realität ohne Weichzeichner gezeigt.Und gerade das macht es dem Betrachter so leicht.Der Spielraum der Interpretationen ist groß, die Projektionsflächen eigener Erfahrungen gegeben. Es ist das Bild hinter dem Bild, das die Künstlerin beim Betrachter zu erwecken versteht. Und das macht sie und ihre Kunst einzigartig und sehenswert.






